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Stadion mit Strahlkraft

(vom 13.08.2019)

Stadt Wetzlar und enwag vereinbaren Kooperation zum Wetzlarer Stadion ‒ Energiedienstleister erneuert Beleuchtung und wird Namensgeber

Wetzlar. Das Stadion Wetzlar erhält modernste Leuchttechnik und einen neuen Namen: Dazu haben die Stadt und die enwag energie- und wassergesellschaft mbh (enwag) am Dienstag (13. August) eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die in den kommenden Monaten umgesetzt wird. Sie umfasst einerseits das sogenannte Beleuchtungscontracting, andererseits wird die enwag Namensgeber der Sportstätte. Bald werden Fußballer und Leichtathleten Sport im Licht einer hochmodernen Flutlichtanlage treiben. Auch nationale und internationale Wettbewerbe könnten so in Zukunft durchgeführt werden. „Die neue Beleuchtung ermöglicht es uns, die Energiekosten des Stadions zu senken. Gleichzeitig verbessert sich die Qualität der Sportstätte und sie wird attraktiver für professionelle Sportereignisse“, sagt Oberbürgermeister Manfred Wagner beim Vor-Ort-Termin im Stadion. Im Rahmen des Contractings übernimmt das kommunale Energieunternehmen die Investition in die neue Anlage. Auch um den Betrieb, die Wartung sowie Reparaturen kümmert sich die enwag künftig. Durch die Modernisierung steigt die Energieeffizienz: 50 Leuchten werden durch sparsame LED, kurz für licht-emittierende Dioden, ersetzt. Dadurch sinkt der Stromverbrauch. Wesentlich größer wird die Einsparung durch den zusätzlichen Einsatz einer intelligenten, app-basierten Steuerung. „Wir freuen uns, in den eigenen Reihen der städtischen Unternehmen einen kompetenten Partner gefunden zu haben, der sein Know-how beim Contracting einbringt“, ergänzt Sportamtsleiter Wendelin Müller. Als kommunales Unternehmen fühle man sich den Bewohnern der Stadt besonders verbunden, betont Dr. Berndt Hartmann, kaufmännischer Geschäftsführer der enwag: „Wir fördern seit vielen Jahren Sport und Ehrenamt in Wetzlar, unter anderem die Vereine, die im Stadion auf der Lahninsel heimisch sind und vom Contracting am meisten profitieren.“ Besonders stolz ist man bei der enwag darauf, nun auch Namensgeber des Stadions zu werden: „Mit vielen Spenden und Sponsorings fördern wir Soziales, Kulturelles, Sport, Bildung und Brauchtum in Wetzlar und letztlich Lebensqualität in der Stadt. Das wird am Stadion jetzt sichtbar“, sagt Berndt Hartmann. In den kommenden Monaten werden Schilder, Texte und Wegweiser offline und online mit dem finalen Namen des Stadions entsprechend angepasst.

Norbert Kortlücke, Dr. Berndt Hartmann, Detlef Stein und Manfred Wagner bei der Vertragsunterzeichnung im Stadion (v. l. n. r.)

Training und Wettkampf in Szene gesetzt

Die enwag stattet die Flutlichtanlage mit insgesamt 40 neuen Systemstrahlern aus, an der Tribüne werden weitere 10 installiert, um die 100-Meter-Sprint-Distanz optimal auszuleuchten. LED können sofort in voller Lichtstärke leuchten, eine energie-intensive Aufwärmphase wie bei herkömmlichen Leuchten entfällt. Weiterer Vorteil: Es fällt weniger Streulicht an als bisher. Die enwag wird außerdem eine intelligente Steuerung installieren. Sie ermöglicht, dass nur dort Licht eingeschaltet wird, wo es auch wirklich gebraucht wird, etwa beim Torwarttraining. Ebenfalls können alle Lichtszenen entsprechend gedimmt werden. „Das spart einerseits Kosten, andererseits reduziert es die Lichtverschmutzung“, ergänzt Berndt Hartmann. Das steigere auch die Lebensqualität in den angrenzenden Wohngebieten. Weil die neue Beleuchtung eine Lichtstärke von 500 Lux erreicht, erfüllt das Stadion künftig die Bedingungen, um Austragungsort nationaler und internationaler Wettkämpfe zu werden. „Mit der neuen Lichttechnik steigt der Sportstandort Wetzlar in eine höhere Liga auf“, fügt Oberbürgermeister Manfred Wagner hinzu.

 Energiezukunft in Wetzlar

Das Beleuchtungscontracting der enwag ist Teil eines neuen Geschäftsfelds des kommunalen Unternehmens. Auch Wärme- und Erzeugungslösungen gehören zum Portfolio. „In nachhaltigen, umweltschonenden Konzepten für Wärme, Licht und Strom sehen wir einen Teil der Antwort für die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft ‒ die Dekarbonisierung und Dezentralisierung der Energieversorgung. Als lokal verwurzeltes Unternehmen unterstützen wir Kommune, Einwohner und Gewerbetreibende auf dem Weg in diese Energiezukunft“, betont Berndt Hartmann.

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