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Zukunftsweisende Wärmelösung für die Goetheschule

(vom 29.10.2020)

enwag und Stadtwerke Gießen bauen Blockheizkraftwerk für Oberstufengymnasium in der Frankfurter Straße – Hohe CO2-Einsparung

Seit Juni sind an der Goetheschule in der Frankfurter Straße Bauarbeiten für eine klimafreundliche und zukunftsweisende Wärmeversorgung im Gange. Das größte Oberstufengymnasium in Hessen erhält ein eigenes Blockheizkraftwerk, das für das Gebäude künftig klimafreundlich Wärme und Strom produziert. Bei dem Projekt arbeitet die enwag energie- und wassergesellschaft mbh (enwag) zusammen mit den Stadtwerken Gießen (SWG). „Dekarbonisierung und Dezentralisierung sind elementar für die Energielösungen der Zukunft. Die Jugend mahnt mit fridays for future an, dass wir unsere Anstrengungen für den Klimaschutz als Gesellschaft verstärken müssen. Für die Goetheschule setzen wir nun auf hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung“, sagt Dr. Berndt Hartmann, kaufmännischer Geschäftsführer der enwag. Zusammen mit den SWG könne man sehr gute Synergien schaffen. Das für den Bedarf maßgeschneiderte Konzept haben die enwag und die SWG gemeinsam mit dem Lahn-Dill-Kreis und dem Fachingenieur Klaus Rehling entwickelt. Detlef Stein, technischer Geschäftsführer der enwag, erläutert: „Mit der Kombination aus einem Blockheizkraftwerk und einer modernen Brennwertkesselanlage erreichen wir im Vergleich zur vorherigen Lösung eine CO2-Einsparung von rund 100 Tonnen pro Jahr“. Das Blockheizkraftwerk produziert bereits Wärme, die derzeit für das Trocknen des Estrichs im Schulgebäude genutzt wird.

Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung

Die Anlage ist an den Bedarf der Schule mit ihren rund 1.200 Schülern angepasst. Basis sind zwei Gasbrennwertkessel mit jeweils 200 Kilowatt thermischer Leistung sowie ein modernes Blockheizkraftwerk mit 50 Kilowatt elektrischer und 80 Kilowatt thermischer Leistung. Dazu kommt ein 4.000-Liter-Pufferspeicher. Blockheizkraftwerke basieren auf dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und gelten als besonders energieeffizient. Denn sie können einen besonders hohen Anteil des eingesetzten Brennstoffes – in diesem Falle Erdgas – nutzen. Auch der „nebenbei“ produzierte Strom kann gleich direkt vor Ort verbraucht werden. „Bei der Goetheschule macht eine solche Lösung absolut Sinn“, erläutert enwag-Projektleiter Florian Schäfer und ergänzt: „Die Anlage ist so konzipiert, dass sie langfristig komplett ausgelastet ist. So tragen wir aktiv zu den Klimazielen der Bundesregierung bei“. Erdgas, so fährt der Projektleiter fort, sei zudem von allen fossilen Brennstoffen der klimafreundlichste, weil er nur wenig CO2 verursache und extrem sparsam im Verbrauch sei.

Contracting – alles aus einer Hand

Die neue Wärmeversorgung der Schule basiert auf dem so genannten Contracting-Modell: Die Schulverwaltung zahlt lediglich einen monatlichen Betrag für die abgenommene Wärme und den Strom, Installation und Wartung der Geräte übernehmen enwag und SWG. „Wir bauen in der Goetheschule eine moderne Steuerungsanlage ein, mit deren Hilfe wir die Anlage rund um die Uhr fernüberwachen können“, erläutert Michél Sennhenn, der im Vertrieb der Stadtwerke Gießen für das Projekt verantwortlich ist. Sollte es also zu Störungen kommen, sind die Techniker automatisch und ohne Zeitverlust informiert. Die enwag setzt seit Jahren auf Contracting-Lösungen wie diese: „Künftig soll Energie dort entstehen, wo sie auch verbraucht wird. Es wird immer mehr individuelle Lösungen für die Wärmeversorgung in öffentlichen und privaten Gebäuden geben. Da macht es Sinn, wenn die Verbraucher alles aus einer Hand erhalten und sich um Installation und Wartung nicht kümmern müssen,“ sagt Berndt Hartmann.

V.l.n.r.: Stefan Zienert (Sanitärbetrieb Zienert), Christian Spratte und Michél Sennhenn, Projektverantwortliche bei den Stadtwerken Gießen, Klaus Rehling (Rehling Energie Technik) und enwag-Projektleiter Florian Schäfer. Foto: enwag

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