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Wasserversorgung für die nächsten Jahrzehnte gesichert

(vom 14.12.2020)

enwag schließt Bauprojekt ab – beide Hochbehälter am Stoppelberg in Betrieb – Wildblumensaat ausgebracht – Wiederaufforstung beginnt im kommenden Jahr

Ein Großprojekt ist beendet: In der vergangenen Woche hat die enwag (energie- und wassergesellschaft mbh) gemeinsam mit allen Dienstleistern und Projektbeteiligten beide Wasserbehälter am Stoppelberg einer finalen Prüfung unterzogen – und für gut befunden. Nachdem das Versorgungsunternehmen bereits 2014 ein Konzept für die Trinkwasserversorgung erstellt hatte, haben die Arbeiten am Stoppelberg Ende 2018 begonnen. „Die beiden Behälter sind ein wichtiger Baustein für die Wasserversorgung in Wetzlar und Umgebung, diese ist nun für die nächsten Jahrzehnte gesichert“, sagt Dr. Berndt Hartmann, kaufmännischer Geschäftsführer der enwag. Detlef Stein, technischer Geschäftsführer der enwag, ergänzt: „Während der rund zwei Jahre Bauzeit waren wir sowohl terminlich als auch in Bezug auf die Kosten immer gut im Plan. Trotz umfassender Arbeiten mussten wir das Wasser nur ein einziges Mal abstellen – für ganz kurze Zeit in den Nachtstunden“. In mehreren Etappen war zunächst der obere der beiden Behälter renoviert und um eine zweite Wasserkammer erweitert worden. Der untere Behälter wurde komplett neu gebaut, der Neubau umfasst ebenfalls zwei Kammern. In einem letzten Schritt hat die enwag im November eine hochwertige Wildpflanzensaat ausgebracht, sodass sich Spaziergängern im kommenden Jahr ein buntes Bild am Stoppelberg bieten wird. Als letzter Schritt steht 2021 die Wiederaufforstung an.

Fassungsvermögen erweitert, Versorgungssicherheit erhöht, Material erneuert

„Wir haben das Fassungsvermögen der Behälter um insgesamt 2.000 Kubikmeter erweitert. Vorher waren es 4.000 Kubikmeter, jetzt sind es 6.000. Das entspricht etwa 40.000 Badewannenfüllungen“, erläutert Jürgen Pitter, der das Projekt gemeinsam mit seinen Kollegen Vincenzo Licari und Lucas Orzel über die gesamte Bauzeit als Projektleiter begleitet hat. Während der Planungsphase hatte die enwag den künftigen Bedarf an Trink- und Löschwasser für jeden Teil des Versorgungsgebiets ermittelt und das Gesamtfassungsvermögen entsprechend angepasst. Dass nun jeder Behälter über zwei Kammern verfügt – vorher war es jeweils nur eine – trägt ebenfalls zur Versorgungssicherheit bei: „Früher haben wir die angeschlossenen Haushalte während der Reinigung des oberen Behälters mithilfe von Pumpen über den tiefer liegenden Hochbehälter versorgt“, erläutert Jürgen Pitter. Jetzt kann die Versorgung während Reinigungs- oder Reparaturarbeiten bei beiden Behältern über die jeweils andere Kammer laufen. Mit der Renovierung konnte die enwag auch dem Materialverschleiß vorbeugen: Die bestehende Kammer des oberen Behälters wurde komplett neu beschichtet.

Logistische Herausforderung

Um die Versorgung während der Bauzeit immer aufrecht zu erhalten, folgten die Baumaßnahmen einem logistisch ausgeklügelten Plan: Nachdem der obere und jüngere Behälter aus dem Jahr 1972 mit einer zweiten Kammer ausgestattet worden war, wurde im nächsten Schritt neben dem älteren unteren Behälter ein neuer errichtet. Der alte Hochbehälter wurde erst abgerissen, als die Versorgung bereits über den neuen lief. Auch die Rodungsarbeiten waren im Vorfeld genauestens geplant worden: Jeder Schritt wurde mit dem Landesbetrieb Hessen Forst, dem Lahn-Dill-Kreis und der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt. Gutachter haben die gesamte Fläche im Vorfeld begutachtet und erst dann für die Rodung freigegeben.

Hessen Forst führt Wiederaufforstung durch

„Das Gelände ist jetzt vorbereitet für die Wiederaufforstung“, sagt Jürgen Pitter. Diese ist bereits in Auftrag gegeben und wird 2021 vom Landesbetrieb Hessen Forst durchgeführt. „Unsere besondere Wildblumensaat wird auch später noch im eingezäunten Gelände zu sehen sein“, schließt der Projektleiter. Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.enwag.de/stoppelberg.

Die enwag kümmert sich um insgesamt 17 Hochbehälter, hinzu kommen zirka 290 Kilometer Leitungen, viele Pumpen, Schieber und Druckminderungsanlagen. Das Wasser, das das Versorgungsunternehmen an die etwa 12.500 angeschlossenen Haushalte, Gewerbebetriebe und Einrichtungen liefert, stammt zu einem Teil vom vorgelagerten Wasserlieferanten, dem Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke. Außerdem fördert die enwag an acht Standorten selbst: aus vier Brunnen, zwei Quellen und zwei Stollen in Oberbiel, Hermannstein, Blasbach, Nauborn und Naunheim.

Bildunterschrift: Blick ins Innere einer der neu erbauten Wasserkammern. Fotografiert wurde durch ein kleines Fenster am oberen Rand der Kammer, durch das das Wasser regelmäßig kontrolliert und geprüft wird. (Foto: enwag)

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