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Rekordsumme für die Versorgungssicherheit

(vom 24.06.2020)

enwag erwirtschaftet Umsatzplus im Geschäftsjahr 2019 – neue Geschäftsfelder legen weiter zu – 12,8 Millionen Euro in sichere Versorgung investiert

Die energie- und wassergesellschaft mbh (enwag) blickt auf ein gutes Geschäftsjahr 2019 zurück. „Wir liegen mit dem Gesamtergebnis über Plan, damit sind wir sehr zufrieden“, konstatiert Dr. Berndt Hartmann, kaufmännischer Geschäftsführer der enwag. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent auf 63,7 Millionen gestiegen. „Das liegt im Wesentlichen an den Erlösen aus Strom- und Gasverkauf“, sagt Berndt Hartmann. Bemerkenswert sei das wachsende Interesse an Erdgas, 2019 sind zahlreiche Neuanschlüsse hinzugekommen: „Viele wechseln von Öl auf Gas, um einen Beitrag zum klimafreundlicheren Heizen zu leisten“, erläutert er. Besonders erfolgreich waren 2019 auch die Geschäftsbereiche Contracting und Energiedienstleistungen. „Es besteht großes Interesse an unseren Photovoltaik-Produkten, und auch dezentrale Wärmelösungen sind sehr gefragt“, weiß der Geschäftsführer. Das zeige, dass das Unternehmen mit seiner Zukunftsstrategie genau richtig liege und es Sinn mache, diese Bereiche, ebenso wie die Elektromobilität, weiter auszubauen. Die Basis dafür ist da: Seit Jahren liegt die Eigenkapitalquote der enwag über 60 Prozent, 2019 waren es 60,7 Prozent. Wie schon im Vorjahr beschäftigten zwei Großprojekte die enwag auch 2019: Die Umstellung auf das neue H-Gas und die Graugusssanierung der Erdgasleitungen. „Mit beiden Mammut-Projekten und auch mit der Erschließung neuer Gebiete für die Erdgasversorgung sind wir gut vorangekommen, auch wenn wir das Jahresziel nicht ganz erreicht haben“, erläutert Detlef Stein, technischer Geschäftsführer der enwag. Der Jahresüberschuss der enwag liegt leicht unter dem Vorjahresniveau, aber mit 4,6 Millionen erneut über Plan. Das Unternehmen schüttet an seine Gesellschafter, die Stadt Wetzlar und das Stadtwerke-Konsortium Thüga AG insgesamt 4,4 Millionen Euro aus. Nimmt man Steuern und Konzessionsabgabe zur Ausschüttung hinzu, beträgt die Wertschöpfung der enwag für die Stadt Wetzlar insgesamt 5,8 Millionen Euro.

12,8 Millionen für sichere Versorgung

Als „gigantischen Wert“, der weit über den Ergebnissen der letzten Jahre liege, bezeichnet Berndt Hartmann die Summe, die die enwag insgesamt in neue Gas-, Wasser- und Stromleitungen investiert hat: Im Gesamten waren es 12,8 Millionen Euro. Davon fallen 5,9 Millionen auf die Modernisierung des bestehenden Netzes und die Erschließung neuer Gebiete für die Gasversorgung, 3,7 Millionen auf die Wasserversorgung und 1,6 Millionen auf das Stromnetz. „Die geplante Summe für das Erdgasnetz war sogar noch höher. Durch den noch immer anhaltenden Bauboom sind allerdings die Tiefbauer und Leitungsverleger schlichtweg ausgebucht, sodass wir nicht alle Investitionen wie geplant tätigen konnten“, erläutert Detlef Stein und fährt fort: „Dennoch haben wir hier eine Rekordsumme in die Versorgungssicherheit gesteckt“. Eines der beiden Projekte, die Umstellung von L-Gas auf H-Gas, soll bis Ende 2020 abgeschlossen werden. Die Geschäftsführer sind sich einig, dass gerade in Corona-Zeiten deutlich wird, wie wichtig es ist, stetig in die Leistungsfähigkeit der Netze zu investieren. „Damit unsere Versorgungssicherheit auch in schwierigen Zeiten erhalten bleibt“, sagt Berndt Hartmann.

Energiepolitische Leitplanken gefragt

Seit Jahren setzt die enwag im Rahmen ihrer Zukunftsstrategie auf die bekannten drei „D“: Dezentralisierung, Dekarbonisierung und Digitalisierung. Insbesondere Angebote rund um Photovoltaik und individuelle Wärmelösungen, meist in Form von Contracting-Verträgen, sorgen dafür, dass das Geschäftsfeld Dienstleistungen 2019 weiter auf Wachstumskurs bleibt. Eines der Vorzeigeprojekte setzt die enwag in Kooperation mit der Wetzlarer Wohnungsgesellschaft mbH (WWG) am Schwalbengraben um: Hier werden sukzessive 300 Wohneinheiten über ein Nahwärmenetz samt eigener Heizzentrale versorgt – in diesem Sommer gehen weitere Gebäude ans Netz. Für langfristige Planungen allerdings fordert die enwag – wie viele andere Energieversorger – Entscheidungen der Politik. „Uns fehlen die energiepolitischen Rahmenbedingungen als Basis für langfristige Investitionen“, sagt Berndt Hartmann. Nicht zuletzt im Rahmen seines Engagements in Verbänden und Arbeitsgemeinschaften setzt er sich deshalb dafür ein, dass die Energie-, Wärme- und Verkehrswende auf Regierungsebene vorangetrieben wird, etwa in Form einer fairen Verzinsung der Investitionen in die Energienetze und der Anerkennung der Leistungen kritischer Infrastrukturbetreiber.

Verwaltungsgebäude der enwag in Wetzlar

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