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Gemeinsame Wärmelösung für Feuerwache und Rathaus

(vom 25.11.2020)

Stadt und enwag informieren über innovatives Konzept – Energieeffizienz durch Ein-satz von Blockheizkraftwerken – Photovoltaikanlage produziert eigenen Strom

Ein Großprojekt wie der Neubau der Feuerwehrhauptwache erfordert auch eine durchdachte und zukunftsweisende Lösung für die Energieversorgung. Die Stadt Wetzlar und die enwag energie- und wassergesellschaft mbh (enwag) haben am Mittwoch (25. November) ein innovatives Konzept vorgestellt, das nicht allein für wohlige Wärme in der Feuerwache sorgt, sondern auch das Rathaus mit einbezieht. Der Grund: Der Einsatz eines eigenen Blockheizkraftwerkes für die Hauptfeuerwehr – wie er schon länger im Gespräch ist – lohnt sich im Hinblick auf Kostenersparnis und Energieeffizienz erst recht, wenn ein weiteres Gebäude mitversorgt wird. Da im Rathaus ohnehin eine Modernisierung der über 15 Jahre alten Heizanlage ansteht, halten die Experten die Kopplung der beiden Projekte für eine sinnvolle Lösung: „Um beide Gebäude zu versorgen, setzen wir zwei Blockheizkraftwerke mit einer Leistung von jeweils 50 Kilowatt ein. Auf diese Weise erreichen wir die energetisch effizienteste Lösung und gehen einen großen Schritt in Richtung Energiezukunft“, sagte Dr. Berndt Hartmann, kaufmännischer Geschäftsführer der enwag. Bürgermeister Dr. Andreas Viertelhausen ergänzte: „Das geplante Szenario rechnet sich auch wirtschaftlich und vereinfacht die Abläufe enorm.“ Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, wie es bei Blockheizkraftwerken zum Einsatz kommt, senkt die monatlichen Kosten. „Attraktiv für die Stadt ist aber auch der „Contracting“-Vertrag mit der enwag“, so Norbert Kortlüke, Stadtrat und Aufsichtsratsvorsitzender der enwag: Der Energieversorger übernimmt die Kosten für die Investition, die Wartung und alle weiteren Betriebskosten der Anlage und entlastet damit die Stadt im Rahmen der Unterhaltung der Heizungsanlage. Bei dem Termin war auch Thomas Grothe anwesend, der das Großprojekt im Rahmen einer Stabsstelle im Baudezernat als Projektleiter betreut.

Zwei Blockheizkraftwerke, eine Nahwärmeleitung

So soll das Szenario im Detail aussehen: Im Rathaus und in der Feuerwehr steht jeweils ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit 80 Kilowatt thermischer und 50 Kilowatt elektrischer Leistung. Durch die Verbindung über eine Nahwärmeleitung können die BHKW gemeinsam die Wärme für beide Gebäude bereitstellen. „Durch den Einsatz eines zweiten Blockheizkraftwerks und die Einbindung des Rathauses können wir den Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung und damit die Energieeffizienz noch weiter erhöhen“, erläutert Florian Schäfer, bei der enwag Projektleiter für die Wärmelösung der Gebäude. Das sei nicht nur im Hinblick auf Energieverbrauch und Kosten interessant, sondern bringe auch eine hohe CO2-Ersparnis mit sich. Zusammen mit der ebenfalls geplanten Photovoltaik-Anlage gehen die Experten von einer CO2-Einsparung von 80 Tonnen pro Jahr im Vergleich zur Vorgängerlösung aus. Dass die höhere Leistung über zwei kleinere BHKW anstelle eines großen gelöst wird, ist primär der räumlichen Situation geschuldet: Zwei kleinere BHWK an zwei Orten sind einfacher unterzubringen als ein großes an nur einem Ort. An beiden Standorten wird die Wärme in einem Pufferspeicher vorgehalten, in der Feuerwache stehen künftig zwei moderne Heizkessel mit einer thermischen Leistung von je 490 Kilowatt zur Abdeckung der Spitzlast zur Verfügung. Der Strom, den die BHKW neben der Wärme produzieren, wird in das Stromnetz eingespeist.

Photovoltaikanlage sorgt für eigenen Strom

Im Zuge des Neubaus der Feuerwache kann auch die Stromversorgung neu gedacht werden. Auf der Dachfläche der Gebäude ist eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) mit einer installierten Leistung von 99 Kilowatt Peak geplant. Projektleiter für die PV-Anlage bei der enwag ist Dennis Körper. Die geplante Anlage erzeugt pro Jahr 84.000 Kilowattstunden Strom, davon werden rund 56.000 Kilowattstunden direkt vor Ort verbraucht. „Damit erreichen wir eine Eigenverbrauchsquote der PV-Anlage von 66 Prozent“, erläutert Dennis Körper. Der Autarkiegrad liege bei 42 Prozent. Es mache absolut Sinn, diese Lösung gleich von Anfang an mit einzuplanen, da sich bei einem Neubau Synergien nutzen lassen. Das Baugerüst und der Kran für den Bau der PV-Anlage sind dann schon vor Ort, und auch die Kabel können gleich mitverlegt werden. Der Einbau eines Speichers, schließt der Projektleiter, lohne in diesem Fall nicht. Denn die Energie werde in den Gebäuden fast nur tagsüber verbraucht, also dann, wenn sie auch von der Sonne produziert wird.

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