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Erdgas wird teurer, Strom bleibt stabil

(vom 16.11.2020)

Der neue CO2-Preis wirkt sich auch bei der enwag auf die Erdgaspreise aus – Einkaufsvorteile mildern den Effekt deutlich ab – Strompreis bleibt im Netzgebiet stabil

Wer mit fossilen Brennstoffen heizt oder fährt, muss ab 1. Januar 2021 tiefer in die Tasche greifen. Denn mit der Einführung des CO2-Preises, wie es das Brennstoffemissionshandelsgesetz, kurz BEHG, vorsieht, wird für Emissionen aus Verkehr und Wärme ein Extra-Beitrag fällig. Auch bei der enwag energie- und wassergesellschaft mbh (enwag) verändern sich daher zum Jahreswechsel die Preise für den fossilen Energieträger Erdgas. „Wir versorgen unsere Kunden immer so günstig wie möglich. Deshalb haben wir umsichtig kalkuliert und Beschaffungsvorteile ausgenutzt“, betont Dr. Berndt Hartmann, kaufmännischer Geschäftsführer der enwag. Einen erheblichen Teil der Mehrkosten aus der CO2-Bepreisung in Höhe von 0,54 Cent brutto kann die enwag für ihre Kunden daher abfangen. Vertriebsleiter Stefan Seißler ergänzt: „Ganz geht es allerdings nicht, da sich auch die Netzentgelte weiter erhöhen.“ Über alle Tarife hinweg steigt im enwag-Netzgebiet deshalb der Preis pro Kilowattstunde Erdgas um 0,31 Cent je Kilowattstunde brutto ab dem 1. Januar 2021. Der Grundpreis bleibt unverändert. Ein Rechenbeispiel: Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden jährlich belaufen sich die Mehrkosten auf rund 5,20 Euro pro Monat.

Für Stromkunden aus dem enwag-Netzgebiet hat der Vertriebsleiter Stefan Seißler indes gute Nachrichten: „Wir halten die Strompreise im kommenden Jahr stabil!“ Das ist unter anderem möglich, weil die EEG-Umlage als zentrale Abgabe für die Finanzierung der Energiewende im kommenden Jahr von 6,756 Cent auf 6,5 Cent sinkt. Im Zuge des „Konjunkturpakets“ zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung die so genannte EEG-Umlage fixiert, also die Umlage, die einen Ausgleich schafft zu der Einspeisevergütung, die Besitzer von Photovoltaik- und Windkraftanlagen erhalten. „Allerdings wird der Vorteil aus allen weiteren Veränderungen bei den staatlichen Preisbestandteilen der Abgaben und Umlagen sowie durch gestiegene Netzentgelte aufgezehrt“, begründet Stefan Seißler die Preisstabilität.

Mehrwertsteuer-Vorteil endet
Ab dem Jahreswechsel greift dann wieder der reguläre Satz der Mehrwertsteuer von 19 Prozent für Erdgas sowie Strom. Die Bundesregierung hatte ihn für das zweite Halbjahr temporär um drei Prozent reduziert. „Alle Tarifkunden der enwag haben von diesem Vorteil das gesamte Jahr 2020 profitiert“, erinnert Stefan Seißler. Denn das Energieunternehmen aus Wetzlar hat die Handlungs- und Gestaltungsspielräume voll ausgenutzt, um die Senkung für das gesamte Jahr wirksam zu machen.

Erdgas: Klimaschonendes Verhalten wird belohnt

Die CO2-Bepreisung soll den Klimaschutz fördern: Die Bundesregierung will über den höheren Preis erreichen, dass Verbraucher Energie sparsamer einsetzen und auf klimaschonendere Alternativen umsteigen. Damit wird klimaschonendes Verhalten auch im Wärme- und Verkehrssektor belohnt, etwa durch den Umstieg auf Elektromobilität oder hocheffiziente Gasbrennwerttechnik. Im Vergleich zu Ölheizungsbesitzern trifft es die Gasverbraucher relativ milde, denn Gas ist sparsam im Verbrauch und bei den Emissionen. „Wer mit Erdgas heizt, tut schon viel für die Umwelt“, sagt Stefan Seißler und fügt an: „Erdgas ist der umweltschonendste unter den fossilen Energieträgern.“ Eine Erdgas-Brennwertheizung stößt rund ein Drittel weniger CO2 aus als eine alte Ölheizung. Entsprechend geringer fällt auch die Belastung durch den CO2-Preis aus. Bei der Kalkulation der Erdgastarife der enwag ist die CO2-Bepreisung allerdings nur ein Faktor. Ein anderer sind die Netzentgelte für Erdgas. Diese steigen im kommenden Jahr und decken ebenso Kosten für die Durchleitung des Erdgases durch die Netze wie die für Investitionen in die Versorgungssicherheit. So ein Vorhaben setzt die enwag mit der Grauguss-Sanierung derzeit in Wetzlar um. Die Netzentgelte legt die Regulierungskammer des Landes Hessen pro Netzgebiet fest. Für die Netzentgelte gilt ebenso wie für den CO2-Preis: Die zusätzlichen Kosten fallen für alle Lieferanten gleichermaßen an.

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