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Schritt für Schritt digital

(vom 15.10.2019)

enwag baut im Netzgebiet moderne Messeinrichtungen ein ‒ rund 3.000 Zähler bereits getauscht ‒ Energiewende braucht Flexibilität

Jedes Gebäude in Deutschland erhält in den nächsten Jahren einen digitalen Stromzähler. So will es das „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“. Für Wetzlar hat diese Aufgabe die enwag energie- und wassergesellschaft mbh (enwag) übernommen. Bereits rund 3.000 Zähler arbeiten inzwischen in deren Netzgebiet. „Wir tauschen die Messeinrichungen im Zuge des festgelegten Turnuswechsels ohnehin, wenn die Eichgültigkeit abläuft. Seit 2017 bauen wir bei dieser Gelegenheit Zähler mit digitaler Technik ein“, erläutert Dirk Eufinger, Leiter der Abteilung technisches Netzmanagement der enwag. Jeder Stromabnehmer erhält eine so genannte „moderne Messeinrichtung“. Sie erfasst den Stromverbrauch nicht mehr analog, sondern digital. Dabei bleibt es bei den meisten privaten Haushalten auch: Der neue Zähler speichert die Daten für 24 Monate, abgelesen wird wie gewohnt.

Moderne Messeinrichtung und intelligentes Messsystem

Um aber künftig auch bei einem steigenden Anteil erneuerbarer Energien die Stromnetze steuern zu können, brauchen Netzbetreiber immer genauere Informationen über Einspeisemengen und die Abnahme großer Stromabnehmer. Deshalb erhalten Haushalte und Betriebe mit einem jährlichen Stromverbrauch von über 6.000 Kilowattstunden und auch Betreiber von Energieerzeugungsanlagen – wie etwa Photovoltaikanlagen – mit einer Leistung ab sieben Kilowatt künftig ein so genanntes „intelligentes Messsystem“. Dieses besteht aus einem digitalen Zähler und einer Kommunikationseinheit, dem „Gateway“. Dabei gibt es noch eine Hürde: Aktuell gibt es lediglich zwei zugelassene Gateways in Deutschland. „Mit dem Einbau der intelligenten Messsysteme können wir erst beginnen, wenn es drei verschiedene Geräte von unabhängigen Herstellern gibt“, erklärt Detlef Stein, technischer Geschäftsführer der enwag. Wann das der Fall sein wird, lässt sich schwer abschätzen, etliche Geräte stehen derzeit im Zulassungsverfahren durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Dennoch ist man bei der enwag bereits startklar: „Die Anforderungen an Technik und Mitarbeiter sind hoch, darauf sind wir gut vorbereitet“, betont Dirk Eufinger. Für den Testbetrieb hat die enwag etwa ein Dutzend intelligenter Zähler im Netzgebiet verbaut, die ähnliche Funktionen aufweisen. Das enwag-Team unterzieht sich außerdem regelmäßig Schulungen und Auditierungen für den Umgang mit den digitalen Zählern. „Damit erfüllen wir heute schon die gesetzlichen Vorgaben für die Datensicherheit, auch wenn das Warten auf den Rollout weitergeht“, fügt er an.

Neue Phase der Energiewende

Mit dem „Smart Meter Rollout“ geht die Energiewende in eine neue Phase. Damit das Potenzial an erneuerbar erzeugtem Strom in Deutschland auch bestmöglich genutzt werden kann, brauchen Netzbetreiber aktuelle Informationen über Einspeisung und Abnahme von Energie. Dabei helfen auf Verbraucherseite intelligente Messsysteme. Im ersten Schritt werden zunächst große Stromabnehmer und Einspeiser damit ausgestattet. Bei den meisten Privatkunden bleibt es bei einer Vorstufe, sie erhalten lediglich eine moderne Messeinrichtung, die Verbräuche digital erfasst und speichert. Im Hinblick auf das Smart Home ermöglichen die Energienetze der Zukunft angenehme Alltags-Anwendungen: Das Mobiltelefon könnte künftig per Push-Up-Nachricht melden, wenn das Licht beim Verlassen des Hauses angelassen wurde. Die Waschmaschine könnte automatisch genau dann aktiv werden, wenn der Strom gerade günstig ist. „Das ist in die Zukunft gedacht, aber durchaus realistisch“, sagt Detlef Stein. Trotz vieler Hürden überwiegen für den Geschäftsführer aber die Vorteile: Grundsätzlich sei die Digitalisierung der Messtechnik eine Chance für die Energiewende. Damit lassen sich in Zukunft Strombedarf und -erzeugung besser in Einklang bringen.  

Moderne Messeinrichtung: So funktioniert der Einbau

Wer einen neuen Zähler vom Typ moderne Messeinrichtung erhält, bekommt etwa drei Monate vor Einbau per Post einen Terminvorschlag. Den Tausch selbst nehmen Mitarbeiter der enwag und eines beauftragten Dienstleisters vor.

Der “Nachfolger“ zwischen den ausgemusterten Zählern.

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