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Rundum-Check für die Turbine

(vom 03.07.2019)

enwag wartet Turbine des Wasserkraftwerks Lahn – Bio-Öl für maximalen Gewässerschutz – Technisches Hilfswerk unterstützt mit Pumpe

Unsichtbar in einem Gehäuse unter Wasser versteckt, produziert die Turbine des Wasserkraftwerks Lahn kontinuierlich Ökostrom für die Region. Die enwag – energie- und wassergesellschaft mbh hat jetzt eine umfassende Wartung der zwischen Mühlgraben und Lahninsel gelegenen Anlage durchgeführt. Im Auftrag des Energiedienstleisters öffneten Spezialisten das Gehäuse mit der Turbine, um den Zustand der Flügel zu prüfen, einen Ölwechsel vorzunehmen und einzelne Teile zu erneuern. „Es ist einfach ein spannender Moment, wenn das Gehäuse geöffnet wird“, erklärt Helmut Hofmann, Leiter Stromversorgung bei der enwag und damit für das Öko-Kraftwerk verantwortlich. Letztlich mussten nur wenige Teile getauscht und geölt werden. „Die Turbine ist in einem sehr guten Zustand“, resümiert Helmut Hofmann und betont: „Als Schmierstoff verwenden wir ausschließlich Bio-Öl, um auf Nummer sicher zu gehen. Selbst wenn etwas nach außen gelänge, wäre es nicht schädlich.“ Die Turbine ist das Kernstück des kleinen Kraftwerks, durch sie fließt das Flusswasser und treibt dabei die Flügel an. Die Energie der Bewegung wird dann in elektrische Energie umgewandelt. Die enwag wartet alle Anlagen nach einem strengen Turnus mit größter Sorgfalt. Dem Wasserkraftwerk kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, denn die Lahn ist ein Ökosystem, das es zu schützen gilt.

Früher Mühle, heute Kraftwerk

Im Jahr 2001 wurde das Laufwasserkraftwerk am ehemaligen Mühlengraben eröffnet. Bis 1979 befand sich hier eine Mühle, die bei einem Brand zerstört worden war. Seit seinem Bau wird das Kraftwerk jährlich nach hohen Standards geprüft und gewartet. Die Öffnung des Turbinenbehälters im Rahmen einer großen Wartung steht allerdings nur alle zehn Jahre an und ist ein entsprechendes Ereignis. Drei Wochen dauerte die Wartung insgesamt. Um an das unter dem Wasserspiegel gelegene Gehäuse heranzukommen, wurde das Wasser aufgestaut. Eine riesige Pumpe, die das Technische Hilfswerk (THW) zur Verfügung stellte, sorgte dafür, dass auch der leichte Zufluss, der trotz der Stauung entsteht, nicht bei den Arbeiten störte. Während der Wartung war das Kraftwerk außer Betrieb.

Die enwag setzt auf den Ausbau der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Neben dem Laufwasserkraftwerk betreibt das kommunale Unternehmen eigene Photovoltaik-Anlagen sowie eine Entspannungsturbine im Wasserhochbehälter Promenade.

Die Geschäftsführer der enwag, Dr. Berndt Hartmann und Detlef Stein sowie der Leiter Stromversorgung, Helmut Hofmann, (v.l.n.r.) machen sich ein Bild vor Ort.

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