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Hoch hinaus für den Artenschutz

(vom 28.01.2020)

Turm der Kreuzkirche bietet Mauersegler und Turmfalke ein Zuhause – Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz installiert Nistkästen mit Hilfe der enwag

Wenn die Mauersegler im Mai aus ihrem afrikanischen Winterquartier zurückkehren, erwartet sie in Wetzlar „neuer Wohnraum“: An der Kreuzkirche hat die Kirchengemeinde mit Unterstützung der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON) am Dienstag (28. Januar) spezielle Nistkästen für die selten werdende Vogelart angebracht. Sie nisten dort künftig in der Nachbarschaft zu Turmfalken, für die ebenfalls Brutstätten installiert wurden. Hoch hinaus ging es deshalb für die Artenschützer der HGON rund um Projektleiterin Andrea Janzen. Bis auf 16 Meter Höhe hob sie dazu ein Kranfahrzeug der enwag energie- und wassergesellschaft mbh (enwag). „Vor allem im städtischen Raum wächst der Druck auf Mauersegler und Turmfalken, weil sie immer weniger Nistmöglichkeiten finden. Damit sinkt die Biodiversität“, führte Rudolf Fippl, stellvertretender Vorsitzender der HGON, aus. Gerade Turmfalken hielten aber die Population von Nagetieren auf natürliche Art im Zaum. Die Nisthilfen am Turm der Kreuzkirche sind ein Beispiel dafür, wie Artenschutz auch in der Stadt funktionieren kann. Deshalb wird die Aktion auch vom Amt für Umwelt und Naturschutz der Stadt Wetzlar finanziell gefördert.

„Wir gestalten in Wetzlar die Energiewende hin zu einer nachhaltigeren und umweltschonenderen Versorgung. Deshalb unterstützen wir Artenschutzprojekte wie die Installation von Nistkästen gerne mit unserem Hubsteiger“, betonte Berndt Hartmann, kaufmännischer Geschäftsführer der enwag. Beim Anbringen der Nistkästen war außerdem enwag-Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Kortlüke dabei.

Pfarrer Jörg Süß und Wolfgang Böhl von der evangelischen Kirchengemeinde betonten, dass die Nistkästen Teil eines ökologischen Gesamtkonzepts sind, das im vergangenen Herbst mit der HGON entwickelt wurde. Darüber hinaus sollen künftig Freiflächen im Umfeld der Kirche ökologisch aufgewertet werden. Die Kirchengemeinde rund um Pfarrer Jörg Süß setzt damit ein sichtbares Zeichen für mehr Artenschutz. Im Umfeld der Stoppelberger Hohl gibt es etliche Freiflächen und damit gute Nahrungsmöglichkeiten für den Turmfalken, aber immer weniger Nistmöglichkeiten. Das Gleiche gilt für den Mauersegler, der im Zuge einer veränderten Baukultur noch stärker unter der „Wohnungsnot“ leidet und dessen Bestände im heimischen Raum kontinuierlich zurückgehen.

Anmerkung der Redaktion: Aufgrund starker Windböen musste die Aktion am Dienstagvormittag abgebrochen werden. Sobald wie möglich werden auch die noch fehlenden Nistkästen angebracht.

enwag Geschäftsführer Dr. Berndt Hartmann, enwag Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Kortlüke, Wolfgang Böhl und Pfarrer Jörg Süß von der evangelischen Kirchengemeinde mit Andrea Janzen und Rudolf Fippl vom HGON beim Monatgetermin der Nistkästen (v.l.n.r.). Im Korb: Ahmet Batan und Alexander Klös.

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