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Erdgasumstellung: Geräteerfassung abgeschlossen

(vom 23.04.2019)

Vorarbeiten der enwag für anderen Gastyp laufen nach Plan – Anpassung beginnt Ende Juli in Dutenhofen und Münchholzhausen – Monteurstermine einfach vereinbaren

Die Bilanz kann sich sehen lassen: Von mehr als 20.000 Gasgeräten in Wetzlar sind gerade mal rund 174 nicht für das „neue“ Gas anpassbar. Das hat die Erhebung aller Gasverbrauchsgeräte in Wetzlar ergeben, die von der enwag energie- und wassergesellschaft mbh (enwag) durchgeführt wurde. Ziel war, herauszufinden, welche Anpassungen für die Erdgasumstellung nötig sind. Der Hintergrund: Die deutsche Gaswirtschaft stellt derzeit ganz Deutschland auf die Belieferung mit H-Gas (High calorific gas) um, da die Vorräte an L-Gas (Low calorific gas) zur Neige gehen. Der neue Gastyp stammt aus der Nordsee sowie aus russischer Förderung. In Dutenhofen und Münchholzhausen fließt schon ab Anfang September das hochkalorische Gas durch die Leitungen, bis Herbst 2020 soll das gesamte Netzgebiet der enwag umgestellt sein. Angepasst werden muss im überwiegenden Teil der Fälle lediglich eine kleine Düse, damit ein Erdgasgerät im Netzgebiet das neue H-Gas gut verträgt. „Wenn das nicht möglich ist, müssten die Gasgeräte stillgelegt werden, so schreibt es das Regelwerk vor. Sicherheit hat hier oberste Priorität“, erklärt Detlef Stein, technischer Geschäftsführer der enwag. Kann zum Beispiel eine Heizung nicht angepasst werden, ist ein neues Gerät nötig. Um das zu verhindern und damit die Kosten der Verbraucher so gering wie möglich zu halten, betreibt die enwag viel Aufwand. Nachdem alle Geräte in Wetzlar vom zuständigen Erdgasbüro erfasst worden waren, blieben zunächst über 400 Geräte übrig, die laut Datenbank nicht für die neue Gasqualität angepasst werden können. „Unsere Leute haben sich an verschiedene Düsen- und Heizungshersteller gewendet und versucht, die notwendigen Teile doch noch zu beschaffen. Das hat ‒ Stand heute ‒ in 228 Fällen geklappt und wir haben Verbraucher vor unnötigen Ausgaben geschützt“, erläutert der Technik-Chef.

Phase der Umrüstung beginnt im Sommer

Die Umstellung von L-Gas auf H-Gas, auch Marktraumumstellung genannt, ist von langer Hand geplant. Im Zuge der ersten Etappe wurden die Geräte erfasst und Komponenten zur Anpassung von Herden, Boilern, Brennern und Co. bestellt. Nun beginnt die zweite Phase: der tatsächliche Umbau. Um ein Gasgerät für den Brennstoff mit dem höheren Methangehalt umzurüsten, sind vier Dienstleister beauftragt worden: Gatter 3 Technik GmbH, Elmatic GmbH Gebäudemanagement, NGC. Tec GmbH und Semoring GmbH. Dabei muss niemand mit Überraschungen rechnen: Alle Mitarbeiter dieser Unternehmen können sich ausweisen. Die Terminplanung erfolgt über das gemeinsame Erdgasbüro, mit dem die enwag bei der Marktraumumstellung kooperiert. Das Erdgasbüro kontaktiert die enwag-Netzkunden jeweils mindestens drei Wochen im Voraus. In der Ferienzeit ist aber eine gute Abstimmung wichtig. Im kommenden Jahr fällt die Erdgasumstellung teilweise in die Sommerferien. „Das wird nochmal eine Herausforderung, wenn dann viele Kunden im Urlaub weilen“, prognostiziert Detlef Stein. Er appelliert an alle: „Wenn ein Termin nicht passt, bitte anrufen! Das spart Zeit und Aufwand. So können wir das Mammutprojekt der deutschen Gaswirtschaft für Wetzlar möglichst effizient zu Ende bringen.“

Schleichender Übergang

Während die Vorarbeiten für die Marktraumumstellung mit Besuchen von Technikern verbunden sind, wird die dritte Phase, die Umstellung auf H-Gas, unbemerkt stattfinden. Detlef Stein ist mit dem bisherigen Verlauf zufrieden: „Die Marktraumumstellung ist ein Mammutprojekt für die Zukunft der Erdgasversorgung in Deutschland. Für Wetzlar werden wir das auch weiterhin gemeinsam stemmen.“ Im Internet hat die enwag unter www.enwag.de/erdgasumstellung alles Wichtige zum Thema für ihre Netzkunden zusammengefasst. Die Umstellung koordiniert das Erdgasbüro in Herborn, das die enwag gemeinsam mit den Stadtwerken aus Herborn und Haiger eingerichtet hat. Die Ansprechpartner des Erdgasbüros sind telefonisch erreichbar unter 02772 502-420 oder persönlich am Walkmühlenweg 12 in Herborn. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 Uhr bis 12.30 Uhr.

Monteur bei der Geräteprüfung (Foto: GWI)

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