Die Geschäftsstelle der enwag in der Hermannsteinerstraße 1 in Wetzlar. Hauptanlaufpunkt ist hier unser Servicecenter für Fragen, Angebote und Beratungen.

Energiepreis steigt zum Jahreswechsel

(vom 13.11.2019)

Investitionen in die Versorgungssicherheit wirken sich auf Verbraucher aus – Staatlich regulierte Bestandteile des Energiepreises erhöhen sich – enwag passt Tarife an

Zum 1. Januar 2020 steigen die staatlich regulierten Netznutzungsgebühren für Gas und Strom im Raum Wetzlar an. Das wirkt sich auf die Verbraucherpreise in der Stadt aus, auch bei enwag-Kunden: Sie zahlen ab dem neuen Jahr mehr für Strom und Gas. „Bei beiden Energiearten steigen die staatlich induzierten Preisbestandteile; neben den Netzentgelten für Strom und Gas erhöhen sich bei Strom in Summe noch die Umlagen, die unter anderem zur Finanzierung der Energiewende dienen“, erläutert Dr. Berndt Hartmann, kaufmännischer Geschäftsführer der enwag energie- und wassergesellschaft mbh (enwag). „Es ist uns ein Anliegen, unsere Kunden stets so günstig wie möglich zu versorgen. Diese Mehrkosten können wir intern nicht auffangen“, betont er. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit 3.600 Kilowattstunden Strombedarf und 25.000 Kilowattstunden Gasbedarf pro Jahr bedeutet dies: Für Strom zahlen enwag-Kunden künftig 6,60 Euro mehr im Monat; bei Gas beläuft sich das Plus auf 6,41 Euro. Die enwag informiert alle betroffenen Kunden über die genauen Veränderungen im jeweiligen Tarif per Post.

Strom: Staatliche Preisbestandteile ziehen an

Rund 76 Prozent des Strompreises, den Verbraucher bezahlen, sind reguliert; sie werden von Seiten des Gesetzgebers festgesetzt. Davon machen Abgaben und Umlagen wie die EEG-Umlage, aber auch die Stromsteuer, etwa 50 Prozent aus. In Summe steigen diese für 2020 um 0,352 Cent auf 9,813 Cent netto pro Kilowattstunde. Hinzu kommen Steigerungen bei den Netznutzungsgebühren, diese machen bei der enwag rund 22 Prozent des Strompreises aus. Energielieferanten wie die enwag müssen diese von Verbrauchern erheben und abführen; es sind Entgelte für die Durchleitung von Energie. Die restlichen 24 Prozent entfallen auf Beschaffung, Vertrieb, Verwaltung und Service. Bei Strom steigen außerdem schon seit geraumer Zeit die Beschaffungskosten an der Strombörse. In den enwag-Stromtarifen erhöht sich der Arbeitspreis zum Jahreswechsel um 1,94 Cent pro Kilowattstunde brutto. Der Grundpreis steigt in den Sondertarifen um rund 77 Cent pro Monat brutto; in der Grundversorgung um 66 Cent.

Netzentgelte entscheidend

„Sowohl beim Strom als auch beim Gas spielt die Erhöhung der Netzentgelte in diesem Jahr eine wichtige Rolle“, erläutert Berndt Hartmann. Die Netzentgelte werden von der zuständigen Regulierungsbehörde für Unterhalt, Betrieb und Investitionen der Energieleitungen festgelegt. „Die Entgelte im Netzgebiet der enwag waren bisher vergleichsweise sehr günstig, auch weil wir unser Netz sehr effizient betreiben“, informiert Berndt Hartmann und fügt an: „Nach der Erhöhung sind die Netzentgelte für Strom und Gas nach wie vor im deutschen Mittelfeld.“ Bei Strom waren die Netzentgelte bisher bundesweit sehr unterschiedlich, da sie sich an den regionalen Kosten orientierten, was aber zu Ungerechtigkeiten führte. Zum Beispiel trugen Verbraucher im Norden bisher die Kosten für den Netzausbau, der aber für den Transport von Windstrom in den Süden erforderlich war. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber beschlossen, die Strom-Netzentgelte schrittweise bis 2023 zu nivellieren.

Gas: Sondereffekte durch Investitionen

In den Gastarifen steigen Grund- und Arbeitspreis unterschiedlich, je nach Verbrauchsstufe. Bei den Gründen spielen ebenfalls die Netzentgelte eine große Rolle. Sie wirken sich - neben gestiegenen Beschaffungskosten - am deutlichsten aus. „In diesem Jahr kommen bei den Netzentgelten gleich mehrere Sondereffekte zum Tragen. Der Haupteffekt liegt in Investitionen, die wir seit geraumer Zeit in die Zukunftsfähigkeit der Gasnetze tätigen“, führt der Geschäftsführer aus. Die enwag erneuert im Netzgebiet aktuell insgesamt 37 Kilometer Gasleitungen. Das dient der langfristigen Versorgungsqualität und Sicherheit.

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