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enwag baut Nahwärmenetz am Schwalbengraben

(vom 16.11.2018)

Schulterschluss der städtischen Unternehmen bei der Wärmeversorgung von 295 Wohnungen – Rohbau der enwag-Heizzentrale auf dem WWG-Gelände fertiggestellt

Umweltfreundlich, effizient und modern: So werden die Wohnungen der Wetzlarer Wohnungsgesellschaft (WWG) mit Wärme und Warmwasser versorgt werden, die aktuell am Schwalbengraben in Dalheim entstehen. Denn die enwag energie- und wassergesellschaft mbH (enwag) errichtet dort eine Heizzentrale, deren Rohbau jetzt fertiggestellt wurde. Kernstück ist ein hocheffizientes Blockheizkraftwerk, das Wärme und Strom gleichermaßen produziert. Parallel zu den Bauarbeiten der WWG hat der Energieversorger in den vergangenen Monaten auch Wärmeleitungen verlegt und ein Versorgungsnetz aufgebaut. „Die Heizzentrale bildet das Zentrum des Nahwärmenetzes, das wir hier in Dalheim realisieren. Aus vielen kleinen Heizungen wird eine große, die auch noch Strom liefert“, erläutert Detlef Stein, technischer Geschäftsführer der enwag. Erzeugt werden wird die Energie in einem hocheffizienten Blockheizkraftwerk (BHKW). Zum Jahreswechsel startet der Probebetrieb der Anlage. Dann werden zunächst ein Neubau mit 38 Wohnungen sowie ein bestehendes Gebäude mit 33 Parteien über das Wärmenetz mit klimafreundlicher Wärme versorgt.

Mitarbeiter der enwag vor der Heizzentrale am Schwalbengraben
(v.l.) WWG-Geschäftsführer Harald Seipp, enwag-Geschäftsführer Dr. Berndt Hartmann, enwag-Projektleiter Florian Schäfer und enwag-Geschäftsführer Detlef Stein freuen sich über den Baufortschritt der Heizzentrale am Schwalbengraben, die im Endausbau 295 WWG-Wohnungen mit Wärme versorgen soll.

Bauträger wie die WWG müssen bei Neubauten und Sanierungen immer strengere gesetzliche Auflagen der Energieeinsparverordnung, kurz EnEV, erfüllen. „Mit Nahwärme gelingt das bequem. Außerdem übernehmen wir neben der Investition auch den Betrieb der Heizzentrale und des Verteilernetzes – inklusive Wartung und Abrechnung“, weist Detlef Stein auf die Vorzüge der enwag-Lösung hin. „Wir gestalten die Energiewende in Wetzlar aktiv; Kraft-Wärme-Kopplung, wie sie in BHKW angewandt wird, ist ein Baustein davon, weil sie hocheffizient und umweltschonend ist“, betont er. Das Projekt, das die enwag in Dalheim mit der WWG realisiert, ist das erste seiner Art. Zwar betreibt der Energieversorger bereits Nahwärmenetze in der Domstadt, aber „erstmals realisieren wir eine Wärmeversorgung für ein reines Wohngebiet.“ Der Schulterschluss von enwag und WWG – beides Unternehmen mit städtischer Beteiligung – ist auch ein sichtbares Zeichen der enwag-Zukunftsstrategie: „Der Nahwärme kommt dabei eine strategische Bedeutung zu, wir bauen dieses Feld jetzt stark aus“, stellt Detlef Stein heraus.

Heizzentrale wächst mit

Ganz bewusst haben die enwag-Experten die Heizzentrale sehr flexibel geplant: Vorerst versorgt sie nur wenige Wohnungen mit Wärme, im Endausbau aber soll sie die Wärmeversorgung aller 295 WWG-Wohnungen im Gebiet um den Schwalbengraben stemmen können. Je nach Alter der Heizungen in den Bestandsgebäuden werden diese nach und nach an das Netz angeschlossen. „Damit die Anlage effizient ist, darf sie nicht zu groß dimensioniert sein. Deshalb bauen wir zunächst ein kleines BHKW-Modul ein, das wir in einigen Jahren vergrößern werden“, informiert Florian Schäfer, Leiter des Projekts bei der enwag. Die Startversion verfügt über eine thermische Leistung von 50 Kilowatt; den dabei erzeugten Strom speist die enwag ins Stromnetz ein. Unterstützt wird das BHKW durch einen erdgasbetriebenen Heizkessel, der den Bedarf zu Spitzenzeiten deckt. Bis zu drei Stück können in Zukunft in der Heizzentrale Platz finden. Besonders effizient wird die Wärmeerzeugung am Schwalbengraben durch zwei Pufferspeicher, die überschüssige Wärme zwischenlagern können. „Die Speicher sind bereits in der Heizzentrale – sie sind so groß und schwer, dass wir sie mit einem Kran eingehoben haben, bevor das Dach geschlossen wurde. Die anderen Bauteile folgen jetzt nach und nach“, informiert Detlef Stein.

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