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enwag: Strom und Gas kosten ab Januar mehr

(vom 13.11.2018)

Netzentgelte und steigende Kosten für Energieeinkauf wirken sich auf Verbraucher aus – Strom-Umlagen bleiben weitgehend stabil – Gas-Umlage belastet zusätzlich

Wetzlar. Die steigenden Rohstoffkosten am Weltmarkt wirken sich auch auf die Strom- und Gaspreise in Wetzlar aus. „Nach Jahren günstiger Beschaffungspreise klettern die Börsen-kurse für Energie seit geraumer Zeit deutlich“, sagt Dr. Berndt Hartmann, kaufmännischer Geschäftsführer bei der enwag energie- und wassergesellschaft mbh (enwag). Für das kommende Jahr steigen auch die staatlich regulierten Netzentgelte erneut an – sie werden fällig für die Durchleitung von Strom und Gas durch fremde Netze. „Wir versorgen unsere Kunden stets so günstig wie möglich mit Energie, um eine Preiserhöhung kommen wir ange-sichts dieser Mehrkosten jedoch nicht herum“, sagt Berndt Hartmann. Ab 1. Januar 2019 steigt der Arbeitspreis für Strom und für Gas in der Grundversorgung sowie in den Tarifen WetzlarStrom, WetzlarDirektStrom, WetzlarNaturStrom und den entsprechenden Gastarifen. Berndt Hartmann erklärt: „Wir machen das Unternehmen derzeit fit für die Zukunft. Wir struk-turieren auch unsere Tarife um und stimmen sie besser und nachvollziehbarer aufeinander ab. Das dient gleichzeitig der Effizienzsteigerung unserer Prozesse.“ Zum Jahreswechsel gibt es deshalb im Standardtarif WetzlarStrom anstatt drei Verbrauchsstufen nur noch den einheitlichen Arbeitspreis von 26,05 Cent pro Kilowattstunde inklusive Steuern. Auch der Grundpreis wird angepasst auf 70 Euro brutto pro Jahr. Für einen durchschnittlichen Vierper-sonenhaushalt mit 3.600 Kilowattstunden Jahresverbrauch steigen die monatlichen Kosten um 2,20 Euro inklusive Steuern.

In den Erdgastarifen im Netzgebiet der enwag hält die enwag den Grundpreis stabil, der Arbeitspreis steigt um 0,42 Cent pro Kilowattstunde. Ein durchschnittlicher Vierpersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 25.000 Kilowattstunden zahlt damit im Monat rund 8,75 Euro brutto mehr als vorher.

Bei der enwag legt man großen Wert auf Transparenz: „In der Vergangenheit hatten wir die Preise in einigen Tarifen gesenkt, so haben unsere Kunden von Einkaufsvorteilen direkt profitiert. Jetzt belasten die gestiegenen Beschaffungspreise“, erläutert Berndt Hartmann. In den aktuellen Gastarifen hatte das Unternehmen in Wetzlar zuletzt im Januar 2018 die Preise gesenkt. Im eigenen Netzgebiet hielt das Unternehmen den Preis für WetzlarStrom seit 2015 stabil. Die neuen Preise bei der enwag unterscheiden sich je nach Wohnort. Das liegt an den unterschiedlich hohen Netzentgelten, die in den einzelnen Gebieten anfallen. Jeder enwag-Kunde erhält in den kommenden Tagen einen Brief mit den neuen Konditionen. Berndt Hartmann rät: „Wer seine Energiekosten senken möchte, kann durch den Wechsel in einen anderen Tarif der enwag gegebenenfalls sparen. Die enwag-Mitarbeiter im Kundenzentrum beraten individuell, welcher Tarif am besten passt.“ Informationen gibt es auch unter www.enwag.de.

Strom: Umlagen etwa gleich

Nur etwa 25 Prozent des Strompreises, den Verbraucher zahlen, können Energielieferanten wie die enwag noch selbst beeinflussen. Mehr als die Hälfte sind staatlich bestimmte Abga-ben und Umlagen, rund 21 Prozent entfallen auf die ebenfalls regulierten Netzentgelte. In Summe sinken die Umlagen und Abgaben am Strompreis ab Januar 2019 um 0,144 Cent pro Kilowattstunde; dazu zählt auch die bekannteste, die EEG-Umlage. Die größte Veränderung verzeichnet die Offshore-Umlage, ehemals Offshore-Haftungsumlage. Sie verzehnfacht sich auf 0,416 Cent pro Kilowattstunde. Grund ist, dass der Einsatzzweck der Umlage erweitert wurde. Wurden bisher nur Kosten für den verzögerten Anschluss von Windparks auf hoher See gedeckt, werden es ab 2019 auch Kosten für den eigentlichen Netzanschluss sein.

Gas: Zusätzliche Belastung durch Netz-Umlage

Der Spielraum, den Energielieferanten beim Gaspreis haben, sinkt ebenfalls seit Jahren. Knapp die Hälfte des Preises ist mittlerweile reguliert. „In diesem Jahr sehen wir uns mit einem Sondereffekt konfrontiert“, erklärt Berndt Hartmann. Die sogenannte SLP-Bilanzierungsumlage ist zum 1. Oktober sprunghaft angestiegen von 0 auf 0,12 Cent pro Kilowattstunde für Endverbraucher. Diese staatlich kontrollierte Umlage können die Fernnetzbetreiber eines Gas-Marktgebietes erheben, wenn sie Kostensteigerungen bei der Bereitstellung von Gasmengen erwarten, die über das übliche Maß hinausgehen. „Das ist eine Art Vorentschädigungszahlung für den Fernnetzbetreiber, die wir erheben und an ihn abführen müssen. Die zunehmenden Schwankungen bei dieser Umlage machen eine Kalkulation der Gaspreise immer schwieriger“, fordert Berndt Hartmann.

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