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Schwergewicht am Haken

(vom 21.11.2018)

Am Engelsberg in Nauborn installiert die enwag eine Trafostation mit höherer Effizienz – Unternehmen investiert in Netzmodernisierung für mehr Versorgungssicherheit

Zentimeter für Zentimeter ist am Mittwoch, 21. November, eine neue Trafostation an ihren Platz am Engelsberg gehoben worden. Sie ersetzt in Zukunft die Turmstation der energie- und wassergesellschaft mbH (enwag), die wenige Meter weiter steht. Die enwag investiert kontinuierlich in die Modernisierung der Netzinfrastruktur; bei den Stromnetzen stehen der Abbau von Freileitungen und die Verbesserung der Effizienz im Fokus. Die neue Trafostation ermöglicht beides: Sie entspricht erstens der Ökodesign-Richtlinie der Europäischen Union und ist effizienter und leiser als die bisherige. Andererseits kann durch sie der Abbau der Freileitungen am Engelsberg abgeschlossen werden. Insgesamt 55.000 Euro investiert das Unternehmen für die Versorgungssicherheit in Nauborn. „Wir tragen Verantwortung für die sichere Energieversorgung der Menschen in der Region und modernisieren unser Netz kontinuierlich“, erläutert Detlef Stein, technischer Geschäftsführer der enwag. Bereits im vergangenen Jahr hat der Netzbetreiber die Niederspannungskabel unterirdisch verlegt. „Anfang des Jahres haben wir sie an die bestehende Station angeschlossen und die Freileitungen abgebaut“, erklärt Helmut Hofmann, Betriebsingenieur der Stromversorgung bei der enwag. Weil die Turmstation aus den 1970er-Jahren bereits bei Routinekontrollen erste Alterserscheinungen gezeigt hatte, hat sich die enwag für die Modernisierung entschieden. „Freileitungen sind Wind und Wetter ausgesetzt, das Ausfallrisiko ist einfach höher als bei Erdkabeln“, weiß Helmut Hofmann. Die Station am Engelsberg ist nicht die erste, die dieses Jahr von der enwag getauscht wurde, auch in der Ludwig-Erk-Straße in Wetzlar steht eine neue Ökodesign-Station. 2018 hat die enwag weitere vier Trafostationen modernisiert. Unterm Strich sind 165.000 Euro in die Erneuerung von sechs Stationen geflossen. 

 „Die Logistik war am Engelsberg eine besondere Herausforderung“, erklärt Helmut Hofmann. Der Tiefbett-LKW, der die 6,5 Tonnen schwere Station nach Nauborn gebracht hatte, musste durch die enge und steile Zufahrt manövrieren, um dann die kompakte Station per Kran auf das vorbereitete Schotterbett zu setzen. In den kommenden Wochen binden die enwag-Mitarbeiter die Station in das Netz ein. „Voraussichtlich bis Weihnachten sind die Arbeiten abgeschlossen – je nach Witterung“, erklärt Helmut Hofmann. Insgesamt 100 Haushalte werden Leitungsstrang für -strang an die neue Station angeschlossen, „dazu müssen wir jeweils die Versorgung kurzfristig unterbrechen.“ Im Frühjahr 2019 wird die alte Turmstation dann abgerissen.

 Leiser und sparsamer

„Die Ökodesign-Richtlinie ist allein schon aus Umweltschutzgründen durchaus sinnvoll“, betont Helmut Hofmann. Sie hält Hersteller dazu an, ihre Trafo-Modelle sparsamer auszulegen. „Die heutigen Transformatoren verfügen über einen höheren Wirkungsgrad. Die Wärmeverluste, die bei der Umwandlung entstehen, sind geringer. Außerdem werden die Leerlaufverluste gesenkt und der Geräuschpegel ist niedriger“, fügt er an. Damit wird der Betrieb des Wetzlarer Stromnetzes effizienter und wirtschaftlicher. Nach Berechnungen der EU ließen sich bei konsequenter und kompletter Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie ab 2020 in Europa jährlich bis zu 16 Terawattstunden Strom sparen im Vergleich zum heutigen Stand – und damit auch 3,7 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen. Die Ökodesign-Richtlinie ist deshalb ein wichtiger Beitrag zur Energieeinsparung und schont die Umwelt.

v. links: Helmut Hofmann (Projektleiter) und Detlef Stein (Technischer Geschäftsführer der enwag) vor der soeben neu aufgestellten Trafostation
v. links: Helmut Hofmann (Betriebsingenieur der Stromversorgung) und Detlef Stein (Technischer Geschäftsführer der enwag) vor der soeben neu aufgestellten Trafostation
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