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Informationssicherheit mit Brief und Siegel

(vom 19.06.2018)

Energieversorger gewappnet gegen Cyber-Angriffe – nächste Stufe im Sicherheitskonzept für Schutz von Strom- und Gasnetzen erreicht

Jetzt ist es amtlich: Die Computer- und Sicherheitssysteme der enwag energie- und wassergesellschaft mbh (enwag) entsprechen den strengen Anforderungen des IT-Sicherheitskatalogs der Bundesnetzagentur. Das Unternehmen hat Mitte Juni das entsprechende Zertifikat über das Informationssicherheitsmanagement-System, kurz ISMS, erhalten. Das ISMS brauchen alle Betreiber von sogenannten „kritischen Infrastrukturen“, also Strukturen, die den Takt in unseren Städten und Gemeinden aufrechterhalten. „Dazu zählen auch die Energienetze und die dazugehörige Netzsteuerung. Informationssysteme durchdringen heute weite Teile unserer Geschäftstätigkeit. Deshalb ist es unsere Aufgabe, die Informations- und Steuerungstechnik bestmöglich gegen Angriffe von außen abzuschirmen“, erklärt Detlef Stein, technischer Geschäftsführer der enwag. Das kommunale Unternehmen sei sich seiner Verantwortung für die Lebensqualität bewusst: „Mit der ISMS-Zertifizierung haben wir die nächste Stufe in unserem Sicherheitskonzept für die Infrastruktur in Wetzlar, Aßlar, Leun und Solms erreicht.“

 Virtuelle Mauern um die Leitwarte

Im Zentrum der ISMS-Zertifizierung steht die Netzsteuerung: Über die IT-Struktur der Leitwarte werden Anlagen wie Stromverteilerstationen oder Gasdruckregler gesteuert. Sie ist besonders streng gegen externe Zugriffe geschützt und weitgehend getrennt von den normalen Computerarbeitsplätzen im Gebäude. Ein Augenmerk im Sicherheitskonzept liegt bei der enwag auch auf der Sensibilisierung der Mitarbeiter: „Die Datensicherheit hoch zu halten, ist wie ein Marathonlauf. Ständig ändert sich die Ausgangslage, Hacker werden immer raffinierter und dreister. Wir müssen alle wachsam bleiben“, weiß Christoph Rosport, Beauftragter für Informationssicherheit bei der enwag. Zurücklehnen und sich ausruhen sei deshalb nicht drin. 

 Hohe Qualität in der Energieversorgung

„Energie ist bei uns quasi immer da; wir sind einen hohen Qualitätsstandard hierzulande gewohnt“, betont Detlef Stein mit Blick auf die europäischen Nachbarländer. In Italien oder Frankreich beispielsweise seien Ausfälle bei der Energieversorgung sehr viel häufiger, fügt er an. Die Versorgungsqualität in den enwag-Netzgebieten ist hoch. So waren 2016 Wetzlarer Haushalte durchschnittlich 7,8 Minuten ohne Strom – bundesweit waren es 12,8 Minuten. Nur 0,14 Sekunden betrug die Zeitspanne, in der Gas im Netzgebiet nicht verfügbar war, in Deutschland war es 2016 rund eine Minute. 

 Sicherheit auf hohem Niveau

Für die erfolgreiche ISMS-Zertifizierung habe man bei der enwag Protokollierungen erweitert und Teile der Technik in der Leitwarte erneuert. „Wir haben ein detailliertes Risikomanagement und sind TSM-zertifiziert, das heißt, wir haben auch ein technisches Sicherheitsmanagement“, erklärt Christoph Rosport. Alle enwag-Mitarbeiter nehmen regelmäßig an Schulungen zur IT-Sicherheit teil. Wer Zugang zur Leitwarte hat, muss noch strengere Regeln erfüllen. „Das Sicherheitskonzept ist auf einem hohen Niveau, damit unsere Kunden rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr sicher und zuverlässig mit Energie versorgt sind“, ergänzt Detlef Stein.

 Drei Jahre gültig

Auf dem Prüfstand bei der Auditierung standen alle Prozesse, Komponenten und Dokumentationen, die für einen sicheren Netzbetrieb notwendig sind. „Das betrifft alle Telekommunikations- und EDV-Systeme, die wir direkt oder indirekt für die Steuerung unserer Energienetze brauchen“, führt der Sicherheitsbeauftragte aus. Sieben Monate lang haben er und die enwag-Mitarbeiter sich auf die viertägige Auditierung durch das Institut für Auditierung und Zertifizierung GmbH (infaz) vorbereitet. Unterstützt wurden sie dabei durch das Beratungsunternehmen KRITIS Consult GmbH. Das Prüfzertifikat ist drei Jahre lang gültig, dann bekommt die enwag erneut Besuch vom Auditor. Findet er alles zur Zufriedenheit vor, verlängert sich das Zertifikat. Alle 12 Monate steht ein Überwachungsaudit an.

Es ist amtlich: Die enwag hat ein geprüftes Sicherheitssystem für Informationstechnik. Erol Pektas vom infaz Institut übergibt das entsprechende Zertifikat an Detlef Stein, technischer Geschäftsführer der enwag, und Christoph Rosport, Beauftragter für Informationssicherheit bei der enwag
Es ist amtlich: Die enwag hat ein geprüftes Sicherheitssystem für Informationstechnik. Erol Pektas vom infaz Institut übergibt das entsprechende Zertifikat an Detlef Stein, technischer Geschäftsführer der enwag, und Christoph Rosport, Beauftragter für Informationssicherheit bei der enwag
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Tel.: (0 64 41) 9 39 - 1 00
Fax: (0 64 41) 9 39 - 2 11
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