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Erdgasumstellung: enwag startet Erfassung der Gasgeräte

(vom 20.06.2018)

enwag stellt Weichen für zukünftige Erdgasversorgung – Erfassung aller Erdgas-Geräte im Netzgebiet startet in Dutenhofen und Münchholzhausen – Umstellung ab 2019

Ab Montag, 25. Juni, ist es in Wetzlar so weit: Die enwag energie- und wassergesellschaft mbh (enwag) startet mit der Erfassung aller Erdgasgeräte in ihrem Netzgebiet. Los geht es in den Wetzlarer Stadtteilen Dutenhofen und Münchholzhausen. Damit geht eines der größten Infrastrukturprojekte der deutschen Erdgasversorgung im Netzgebiet von enwag an den Start: die Erdgasumstellung, auch Marktraumumstellung genannt. Weil die natürlichen Vorkommen von L-Gas (Low calorific gas) in Deutschland und den Niederlanden zur Neige gehen, werden bundesweit alle Gebiete, die bisher mit L-Gas versorgt werden, auf H-Gas (High calorific gas) umgestellt. Die beiden Gassorten unterscheiden sich im Methangehalt und somit im Brennwert; den anderen Brennstoff verträgt nicht jedes Gerät automatisch. Daher müssen vor der Umstellung alle rund 20.300 Gasverbrauchsgeräte im Netzgebiet der enwag, die ans Erdgasnetz angeschlossen sind, erfasst und für den Einsatz von H-Gas umgerüstet werden – meist durch den Tausch einer Düse. Das betrifft also Heizgeräte, Brenner, Herde, Boiler, Laboreinrichtungen, Maschinen in Industrie und Gewerbe.

 Erdgasumstellung in drei Phasen

 „Wir planen sechs Monate ein, bis wir einen Überblick über alle Erdgasgeräte im Netzgebiet haben,“ sagt Detlef Stein, technischer Geschäftsführer der enwag, und führt weiter aus: „Anschließend werden die vorliegenden Daten gesichtet, ausgewertet und die benötigten Komponenten zum Anpassen von Heizung, Brenner, Boiler und Co. bestellt.“ Nach dieser ersten Phase der Erdgasumstellung sind während der zweiten Phase ab Frühjahr 2019 erneut die Dienstleister des Energieversorgers im Einsatz und rüsten jedes einzelne Gerät um. Mit Beginn der dritten Phase fließt dann H-Gas durch die Leitungen. Zuerst umgestellt wird voraussichtlich im September 2019 in Dutenhofen und Münchholzhausen. Ab Sommer 2020 bekommen dann auch Wetzlar, Aßlar, Leun und Solms das neue H-Gas. „Die Marktraumumstellung ist auch für einen erfahrenen Energieversorger wie die enwag eine Herausforderung“, ergänzt Detlef Stein und sagt weiter: „Mit dem gemeinsamen Erdgasbüro werden wir die Kompetenzen bündeln und die Aufgabe meistern.“ Im Internet hat die enwag außerdem unter www.enwag.de alles Wichtige zur Erdgasumstellung für ihre Kunden zusammengefasst.

 Erdgasbüro koordiniert komplette Umstellung

 Die enwag hat für dieses Vorhaben ein gemeinsames Erdgasbüro mit den Stadtwerken Herborn und den Stadtwerken Haiger eingerichtet. Es befindet sich im Hause der Stadtwerke Herborn. Damit die Umstellung reibungslos vonstattengeht, arbeiten die Energieversorger mit erfahrenen Dienstleistern zusammen. Projektmanagement und Qualitätssicherung verantwortet das Gas- und Wärme-Institut Essen e. V. (GWI). Für die Geräteerfassung und anschließende Anpassung sind vier Dienstleister beauftragt worden: Gatter 3 Technik GmbH, Elmatic GmbH Gebäudemanagement, NGC. Tec GmbH und Semoring GmbH.

 Die Geräteerfassung und -umstellung ist für den Erdgaskunden kostenlos. Weil die Erdgasumstellung dazu dient, die Versorgungssicherheit mit Erdgas in ganz Deutschland auf ein neues Niveau zu heben, werden auch alle bei den Kosten beteiligt – über die sogenannte Marktraumumstellungs-Umlage, die jeder Erdgasnutzer in Deutschland pauschal zahlt. Das ist gesetzlich so geregelt. „Gelegentlich kann es jedoch vorkommen, dass sich Geräte nicht auf die Nutzung mit H-Gas umrüsten lassen. In diesen Fällen ist die Anschaffung eines Neugerätes erforderlich“, informiert Detlef Stein. Personen, die eine Anlage wegen der Erdgasumstellung tauschen müssen, haben einen Anspruch auf Kostenerstattung abhängig vom Alter des Altgeräts.

 Vor Beginn der Arbeiten wird jeder Kunde eine schriftliche Information mit Terminangabe zur Erhebung und den Kontaktdaten seines zuständigen Monteurs in seinem Briefkasten vorfinden. So kann der Kunde direkt mit seinem zuständigen Monteur Verbindung aufnehmen, falls der vorgesehene Termin nicht passt. Bei Fragen helfen die Ansprechpartner des Erdgasbüros unter der Telefonnummer: (0 27 72) 5 02 – 4 20, E-Mail: erdgasbuero@stadtwerke-herborn.de oder persönlich am Walkmühlenweg 12 in Herborn gerne weiter. Das Erdgasbüro ist von montags bis freitags ab 7:00 Uhr geöffnet und schließt montags bis mittwochs um 15:30 Uhr, donnerstags um 18:00 Uhr und freitags um 12:30 Uhr.

 Beauftragte der enwag können sich immer ausweisen. Alle Monteure der Erdgasumstellung führen einen Ausweis der enwag und ihren Personalausweis mit sich. Auch die Monteurfahrzeuge sind entsprechend gekennzeichnet. Wer gleichwohl unsicher ist, kann sich mit einem Anruf im Erdgasbüro Klarheit verschaffen.

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