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Hightech im Kontrollzentrum

(vom 27.09.2018)

enwag erneuert im laufenden Betrieb Technik und Software in der Leitwarte – Energiewende macht Netzsteuerung komplexer – höhere Anforderungen an Digitalisierung

Ein Hochleistungscomputer hat alles im Blick, solange alles wie geplant läuft. Wird ein definierter Wert überschritten, löst der Meldemechanismus aus. „Dann kommen die enwag-Mitarbeiter ins Spiel“, erklärt Heribert Gilberg von der energie- und wassergesellschaft mbH (enwag). Als Leiter der Abteilung Technische Dienstleistungen kennt er die Leitwarte des Unternehmens, in der erwähnter Hochleistungscomputer steht, wie seine Westentasche. In den vergangenen eineinhalb Jahren hat der Netzbetreiber viel Zeit und Geld in die Modernisierung des Kontroll- und Steuerzentrums für seine Energie- und Wassernetze gesteckt. 1311 Kilometer Leitungssysteme werden von hier aus überwacht, hinzu kommen Transformatoren, Umspannstationen, Gasregelstationen, Hochbehälter und Pumpen. „Wir sind auf modernste Steuerungstechnik umgestiegen“, erklärt Detlef Stein, technischer Geschäftsführer der enwag, und fügt an: „So ausgestattet sind wir bestens für die steigenden Anforderungen gerüstet.“ Denn die Energiewende mit ihrer zunehmenden Zahl an dezentralen Erzeugungsanlagen macht insbesondere die Steuerung und Stabilisierung der Stromnetze immer komplexer. Im Netzgebiet der enwag sind auf vielen privaten Dächern Photovoltaik-Anlagen installiert. An sehr sonnigen Tagen muss viel Strom von dort abtransportiert werden, damit die Frequenz bei 50 Hertz stabil bleibt; sonst drohen Ausfälle. „Mit der neuen Leittechnik haben wir Erzeugung und Bedarf exakt im Blick, das ist für das Management der Mengenströme entscheidend“, erläutert Heribert Gilberg. Eine zweite Herausforderung sei die Digitalisierung, betont er. „Einerseits müssen wir uns gegen immer raffiniertere Hacker-Angriffe schützen, andererseits steigt die Komplexität der Datenverarbeitung. In Zukunft werden beispielsweise intelligente Stromzähler Verbraucherdaten automatisch übermitteln“, informiert er. Beide Sachverhalte seien wichtige Kriterien bei den Planungen gewesen. Insgesamt investiert die enwag rund 500.000 Euro in die hochmoderne Infrastruktur der Leitstelle.

Daten in Echtzeit auswerten

Seit Beginn des Jahres läuft die Netzüberwachung jetzt auf der neuen Technik. Heribert Gilberg ist zufrieden: „Wir geben dem System gerade noch den letzten Schliff, indem wir beispielsweise noch Schönheitskorrekturen an Darstellungen vornehmen.“ Alle Daten werden in Echtzeit übertragen und ausgewertet. Von der Leitstelle aus können die enwag-Mitarbeiter besonders bedeutsame Anlagen für die Versorgungssicherheit direkt steuern. „Das verkürzt im Fall einer Störung die Zeitspanne der Versorgungsunterbrechung“, erläutert Heribert Gilberg. Der technische Geschäftsführer Detlef Stein lobt seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihren engagierten Einsatz: „Sie haben das Umbauprojekt neben ihren originären Aufgaben souverän gestemmt.“ Die Kombination aus erfahrenen Mitarbeitern und Nachwuchskräften sei dabei ideal gewesen, meint er, um die Versorgungssicherheit in Wetzlar, Aßlar, Leun und Solms weiterhin sicher zu gewährleisten.

enwag Projektleiter Wilfried Franz und Geschäftsführer Detlef Stein in der neuen Leitwarte (v.l.)
enwag Projektleiter Wilfried Franz und Geschäftsführer Detlef Stein in der neuen Leitwarte (v.l.)
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