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Photovoltaik weiter auf dem Vormarsch

(vom 16.05.2014)

Doch Vorsicht bei Mini-Anlagen mit Schuko-Stecker-Anschluss!

Die Zahl der privaten Photovoltaik-Anlagen wächst und wächst. Nach Schätzungen der enwag werden in Wetzlar mittlerweile bis zu rund 7 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr vor Ort durch private Anlagen erzeugt. Mit der positiven Folge, dass sich dadurch cirka 3.850 Jahrestonnen an CO2 einsparen lassen.

Trotz der staatlicherseits reduzierten Einspeisevergütung lässt das Interesse am eigenen Sonnenkraftwerk nach Beobachtungen der enwag bisher auch kaum nach. Solarstrom scheint sogar ganz aktuell auch für immer mehr Nicht-Immobilienbesitzer ein Thema zu werden. Die Ursache dafür liegt darin, dass in jüngster Zeit verstärkt über mobile Mini-Photovoltaikanlagen berichtet wird, die laut Herstellerangaben zum Beispiel auch auf dem Balkon einer Mietwohnung betrieben und über eine einfache Schuko-Steckdose mit dem jeweiligen Wohnungsstromnetz verbunden werden können.

Das Problem dabei: Viele dieser mobilen Mini-Photovoltaik-Anlagen dürfen in Deutschland nicht betrieben werden und sorgen im schlimmsten Fall für ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko!

Die DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE hat vor kurzem ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bei einer parallelen Einspeisung des erzeugten Stroms über den Schuko-Stecker aus einer solchen Mini-Anlage der Schutz vor einem elektrischen Schlag, vor thermischer Überlastung sowie vor Fehlerströmen nicht sichergestellt ist.

Außerdem können Überspannungen und Unterbrechungen der Stromversorgung zu Schäden an elektrischen Geräten (z. B. Fernseher oder Computer) führen.

Helmut Hofmann, zuständiger Ingenieur im Hause enwag für Planung und Betrieb der Stromversorgungsanlagen, findet für die Sicherheitslücken solcher Anlagen deutliche Worte: „Im schlimmsten Fall kann es beim Abziehen des Schuko-Steckers solch einer Mini-Photovoltaik-Anlage zu einem lebensgefährlichen Stromschlag oder durch überlastete Leitungen zu einem Wohnungsbrand kommen. Aus gutem Grund heißt es in der DIN VDE 0100-551: ‚Eine Stromerzeugungsanlage darf nicht mittels eines Steckers und einer Steckdose mit dem Endstromkreis verbunden werden.‘ Wer sich über diese Norm hinwegsetzt, spielt mit seinem Leben und dem seiner Mitbewohner!“

Ganz abgesehen davon wird durch die Verwendung solch einer Mini-Photovoltaikanlage mit Schuko-Steckeranschluss unter Umständen auch noch der Versicherungsschutz gefährdet. Sollte ein Personen– oder Sachschaden entstehen, wäre dieser dann nicht einmal über die Versicherung abgedeckt.

enwag empfiehlt deshalb, bei Photovoltaikanlagen ausschließlich auf bewährte Technik und Fachunternehmen zurückzugreifen und steht für Beratungen und Fragen zu Netzanschluss und Messung gerne zur Verfügung. Ansprechpartner: Helmut Hofmann, Telefon 0 64 41/9 39 - 1 41.

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Lore Wellstein
Unternehmenskommunikation und Sekretariat Geschäftsführung

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