Erdgasflamme

Das Brennstoffemissionshandelsgesetz / CO2-Preis

Das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) wurde im November 2019 im Rahmen des Klimapakets der Bundesregierung verabschiedet. Es ist die Grundlage für einen nationalen CO2-Emissionshandel und führt zu einer Bepreisung der CO2-Emissionen. Aufgrunddessen müssen alle Energieversorger, die Erdgas vertreiben, CO2-Zertifikate kaufen. Dies geschieht in einem nationalen Emissionshandelssystem (nEHS oder auch Brennstoffemissionshandel). Die Kosten für die Zertifikate werden wiederrum an den Endkunden weitergegeben.

Das BEHG soll einen Beitrag zur Energieeinsparung, zur Verbesserung der Energieeffizienz und zum Umstieg auf erneuerbare Energien im Wärmemarkt leisten. Dies dient der Erreichung der nationalen Klimaschutzziele, einschließlich des langfristigen Ziels der Treibhausgasneutralität bis 2050 sowie der Erreichung der Minderungsziele nach der EU-Klimaschutzverordnung. Fossile Brennstoffe mit einem hohen CO2-Ausstoß bei der Verbrennung werden stärker bepreist als solche mit einem vergleichsweisen niedrigen CO2-Ausstoß. Somit soll sich eine Lenkungswirkung entfalten. Hauseigentümer können so die Klimawirkung ihrer Heizung besser einschätzen und sich bewusst für ein klimaschonendes Heizsystem entscheiden. 

Die enwag unterstützt den Plan der Bundesregierung für eine umfassende Energie- und Klimawende zum Schutz von Mensch und Natur. Fakt ist: Die Differenz zur Erreichung der deutschen Klimaziele im Wärmemarkt beträgt 18 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr.

Der Preis für eine Tonne CO2-Emissionen ist für 2021 mit 25 Euro festgelegt und wird, entsprechend des jeweiligen CO2-Ausstoßes, der bei der Verbrennung der Energieträger freigesetzt wird, umgelegt. Auf eine Kilowattstunde Erdgas heruntergerechnet bedeutet dies einen zusätzlichen Preis von ca. 0,54 Cent/kWh (brutto), also rund 10 % des Arbeitspreises im Tarif WetzlarGas. Den Bewohnern in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit 20.000 kWh entstehen so Mehrkosten von ca. 108 Euro brutto pro Jahr. In den Folgejahren steigen die Kosten für den Kauf von Emissionszertifikaten aus dem nationalen Brennstoffemissionshandel nach dem BEHG („CO2-Preis“) sukzessive weiter an. Bis 2025 ist eine kontinuierliche Preisentwicklung staatlich festgelegt. Dabei steigt der Preis bis 2025 auf 55 Euro pro Tonne CO2.

Ab dem Jahr 2026 werden die sogenannten CO2-Zertifikate gehandelt. Das heißt, in einem gesetzlich vorgegebenen Rahmen von 55 bis 65 Euro wird sich der Preis in einem Markt bilden, in dem CO2-Zertifikate verkauft und gekauft werden können. Ab 2027 sieht das Gesetz keine Festpreise bzw. Ober- und Untergrenzen mehr vor. Die Preisentwicklung für diesen Zeitraum wird von Angebot und Nachfrage bestimmt werden und lässt sich derzeit nicht voraussagen.

Die dadurch generierten Einnahmen, die in den Bundeshaushalt fließen, sollen weiteren Effizienz- und Klimaschutzmaßnahmen zugutekommen und zum Teil an Bürger und Betriebe zurückgegeben werden (z. B. über ein höheres Wohngeld, eine höhere Pendlerpauschale oder die Senkung der EEG-Umlage).

Was bedeutet „BEHG“ und was soll damit erreicht werden?

Wird der Erdgaspreis steigen?

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