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06.01.2012

Ärger vorprogrammiert Drückerkolonnen treiben wieder ihr Unwesen in Wetzlar

In Wetzlar sind erneut unseriöse Haustürwerber unterwegs. Obwohl jeder weiß, dass diese Drückerkolonnen eine Menge Ärger und Kosten verursachen, finden sie doch immer wieder neue Opfer. Früher brachten sie meist Zeitschriftenabonnements an „den Mann“. Die geprellten Kunden hatten dann über längere Zeiträume Zeitschriften abzunehmen und kamen nur schwer aus den Vertragsverhältnissen heraus.

Längst sind die Drücker auch auf anderen Gebieten auf Kundenfang und handeln sogar mit Stromlieferverträgen an den Haustüren.

Nach guter alter Drücker-Manier geben sie sich zunächst freundlich und erwecken das Vertrauen ihrer Opfer. Dabei nutzen sie geschickt die Verbundenheit des Kunden mit dem örtlichen Energieversorger. So wird schon mal angegeben, Partner des örtlichen Versorgers zu sein oder es findet sich – natürlich ganz unauffällig – das vertraute Logo auf einem Schreiben, das der Drücker bei sich hat. Im Laufe des „Beratungsgesprächs“ wird dann nach und nach Druck aufgebaut. Kommt es nicht zum Vertragsabschluss, werden die Drücker auch schon einmal unverschämt.

Für die Mitarbeiter im Servicecenter der enwag ist das nichts Neues: Fast täglich erreichen sie Anrufe verunsicherter oder geprellter Kunden. Allerdings oft erst dann, wenn schon ein Vertrag unterschrieben wurde. In diesem Fall bleibt dem Kunden nur sein 14-tägiges Widerrufsrecht.

Wer von derartigen Drückerkolonnen belästigt wird, sollte sich mit einem Anruf im Servicecenter der enwag (Telefon 0 64 41/
9 39 – 5 00) sofort Klarheit verschaffen.

Im Übrigen können sich Mitarbeiter und Beauftragte der enwag stets ausweisen und werden auch keinesfalls Abrechnungsunterlagen vom Kunden erbitten.